Partitionsgrößen: Beispiele

Für normalen Gebrauch empfehlen wir das Dateisystem ext3. Ext3 ist das Standarddateisystem von sidux und gut betreut.

Mit dem Partitionsmanager GParted werden Festplatten partitioniert und/oder formatiert. Das Programm hat eine grafische Benutzeroberfläche und ist selbsterklärend aufgebaut.

GParted kann Partitionen verkleinern bzw. verschieben, auch NTFS-Partitionen. GParted ist noch nicht vollständig entwickelt und sieht sich selbst als experimentell, funktioniert jedoch erfahrungsgemäß problemlos. Hier die umfassende englischsprachige Dokumentation von GParted. Änderungen an NTFS-Partitionen kann man auch mit proprietären Applikationen durchführen (z. B. Partition Magic (TM), Acronis (TM)).

IMMER EIN BACKUP DER WICHTIGEN DATEN MACHEN!

Sollte eine Partition als "eingehängt" angezeigt werden, beendet man den Partitions-Manager und hängt die entsprechende Partition aus (Rechtsklick auf das Gerätesymbol auf dem Desktop -> aushängen). Wenn eine Swap-Partition existiert, wird diese auf der Konsole ausgehängt:

sudo swapoff -a

Anschließend kann der Partitionsmanager wieder gestartet werden. Prinzipiell reichen für eine Installation weniger als 5GB, aber damit wird man nicht viel Spass haben. Sinnvolles Mindestmaß sind etwa 12GB. Für den Linux-Neuling empfehlen wir erstmal nur zwei Partitionen (root und swap) zu verwenden, da dies die Installation sehr vereinfacht. Besser jedoch ist es, eine Extrapartition für /home einzurichten.

Fortgeschrittene Anwender können auch /var, /tmp, ...etc. aufteilen. Die Erläuterungen würden aber hier zu weit gehen. Eine Swap-Partition soll jedoch unbedingt angelegt werden. Sie entspricht in der Funktionalität etwa der Auslagerungsdatei bei Windows, ist aber weit effektiver als diese. Als Faustregel sollte die Swap-Partition zweimal so groß sein wie das verwendete RAM.

Für den Datenaustausch mit einer Windowsinstallation ist vfat (Fat32) am schnellsten und am unkompliziertesten. [XFS ist nicht unterstützt. Wer es für die Root-Partition / verwenden möchte, muss eine eigene Partition /boot mit ext2 anlegen oder LiLo verwenden, da die Zusammenarbeit von grub mit XFS nicht verlässlich funktioniert. Das Installationsprogramm unterstützt XFS auf / derzeit nur, wenn die Datei ~/.siduxconf angepasst wird.]

Wer mehrere Partitionen anlegt, sollte sich die Bezeichnungen für später notieren! Zum Abschluss werden die Änderungen durchgeführt (Diskettensymbol bzw. Edit > Apply All Operations) und der Partitions-Manager beendet.

Hier einige einfache Beispiele mit verschiedenen Plattengrößen.

Dual-Boot-Konfiguration, 60GB - PC mit Windows XP:
Disk Größe Formatierung Mountpoint/System
sda1 20GB NTFS Windows XP
sda5 28.5GB FAT32 Daten für XP und Linux
sda6 8GB ext3 /
sda7 2GB Swap Swap
TV- und Video-PC - 200GB ohne Windows mit großen Dateien (Videos):
Disk Größe Formatierung Mountpoint/System
sda1 8GB ext3 /
sda5 6GB ext3 /home
sda6 5GB ext3 /var
sda7 178.5GB ext2/3 /video
sda8 2GB Swap Swap
Standard-PC mit Windows XP, 120GB:
Disk Größe Formatierung Mountpoint/System
sda1 20GB NTFS Windows XP
sda5 8GB ext3 /
sda6 20GB ext3 /home
sda7 68.5GB FAT32 Daten für XP und Linux
sda8 2GB Swap Swap
Linux Spiel- und Medien-PC, 160GB:
Disk Größe Formatierung Mountpoint/System
sda1 18GB ext3 /
sda5 20GB ext3 /home
sda6 28.5GB ext3 /opt
sda7 90GB ext3 /daten
sda8 2GB ext3 /var
sda9 2GB Swap Swap
Linux und Windows auf 20GB:
Disk Größe Formatierung Mountpoint/System
sda1 5GB NTFS Windows-System
sda2 9.5GB FAT32 Windows-Programme und Daten für Windows und Linux
sda5 5GB ext3 /
sda6 1GB Swap Swap

Letzteres ist eine Einteilung, die sich empfiehlt, wenn man sehr wenig Festplattenspeicher zur Verfügung hat (zum Beispiel auf einem Laptop). Ausschließlich das Windows-System wird auf einer getrennten 3-5GB großen Partition installiert. Alle Programme und Daten sind dann auf der zweiten und größten Partition. Wer mehr Festplattenplatz zur Verfügung hat, kann diese Partition vergrößern oder Windows-Programme und Daten in zwei getrennte Partitionen aufteilen.

Allgemein

Für sidux ohne irgendwelche besonderen Multimediaanwendungen oder Spiele sind 5 GB vollkommen ausreichend, für die Daten hat man die fat32-Partition. 500 MB Swap sollte man aber unbedingt bereit stellen. Es gibt sehr viele gute Möglichkeiten seine Platten aufzuteilen. Diese Beispiele sollten einen ersten Einblick in die Möglichkeiten bieten. Sinnvoll ist der Einsatz einer zweiten Festplatte, um Leistung, Komfort und Sicherheit zu erhöhen. Zu beachten ist: Windows gehört immer auf die erste Partition der ersten Festplatte!

Content last revised 30/06/2007 1329 UTC